Die Grundlegenden technischen Daten:

Brennweite : 100mm
Aufbau : 4 Linsen in 3 Gruppen; 8 Blendenlamellen; integrierte Gegenlichtblende
Blende : 4-22 in halben Blendenstufen
Naheinstellgrenze : 45cm;
Abbildungsmaßstab 1:3, mit Macro-Adapter 1:1,6
Abmessungen : Ø 67,5 x 90 mm; 540 Gramm

Das Macro-Elmar ist der unterschätze kleine Bruder des Apo-Macro-Elmarit. Vielleicht liegt/lag es auch daran, daß es nur einen Abbildungsmaßstab von 1:3 bietet, größere Maßstäbe nur durch den Macro-Adapter (nichts anderes als ein Zwischenring von ca 30mm) oder mit dem Balgen erzielbar sind. Es ist für den Nahbereich gerechnet und korrigiert, während das Apo einen deutlich komplexeren Aufbau hat und seine Leistung gleichmäßig über den gesamten Einstellbereich hält. Hinsichtlich Auflösung und Farbwiedergabe konnte ich an der 20D keinen Unterschied feststellen
An der 40D sind minimale Unterschiede zu sehen, ich würde das Elmar da zwischen das Apo und das EF 100mm f2.8 Makro USM plazieren, wobei das aber eine eher akademische Sichtweise wäre, da man zum Erkennen von Unterschieden schon über der 100% Modus hinausvergrößern muß. Also nur was für phopische Pixelpeeper.
In der realen Praxis an einer 20D mit ihrem suboptimalen Sucher fällt der (Freifeld)Einsatz mit dem Makrokonverter eigentlich flach, das Sucherbild wird einfach zu duster. Was geht ist der Einsatz eines Elpros (apochromatisch korrigierte Makrolinsen) und auch ein Raynox DCR-150/250 Makrovorsatz geht noch ganz gut, von den üblichen Problemen mal abgesehen die man ohne Stativ ausser Haus bei Abbildungsmaßstäben größer 1:2 so bekommen kann.
Der gewaltige Vorteil des Elmars zeigt sich spätestens dann, wenn man mal 1-2 Stunden damit über die Wiese gepirscht ist, was 200 Gramm Gewichtsunterschied manchmal ausmachen können, es ist einfach unanstrengender.

Ein paar Bilder in Originalgröße ohne spezielle Bearbeitung, die ja je nach Verwendungszweck ziemlich unterschiedlich sein kann, Freihand und Blende 4-5,6.