Perfectly Clear gehört zu den sogenannten 1-Klick Tools, die mit relativ geringem Eigenaufwand das „optimale“ aus einem Bild zaubern können, so lautet jedenfalls das Versprechen.  Das Programm gibt es auch für Android und Smartphone und als Plugin für Lightroom und Photoshop. Ich bin kein Fan von Plugins, aus Prinzip, es sei den der Host für die Plugins ist ein Open Source Programm, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Die Preisphilosophie ist auch ganz interessant, die Plugin Versionen für LR&PS kosten jeweils 145,-€ (im Bundle dann „nur“ 179,-€), die Android, Iphone/Ipad Versionen nur um 3,-€. Bei  Bildbearbeitungsprogrammen die unter 100,-€ kosten, kann ich schonmal spontan, auch ohne zwingende Notwendigkeit, zuschlagen. So kam ich z.B. zu meinem Lightroom (85,-€ incl Wacom Tablett) oder Cyberlink Photodirector (60€, Schuber mit CD & gedrucktem Handbuch).

Zur Zeit ist die Beta Phase für die neue  Desktop Version von Perfect Clear und da wollte ich mir das Programm dann doch mal ansehen. Immerhin ist die Beschreibung auf der Website vielversprechend. Also runterladen und installieren und auch gleich einige Fragen des Supports, die Email war nach 5 Minuten schon da, beantwortet:

1.    Were you able to easily install the software?  : yes
2.    Were you able to run Perfectly Clear, click on a folder and process the photos in that folder?  : yes
3.    Were you able to save your photos?  : yes
4.    Was it intuitive to use?  : yes
5.    How is the speed of the software?   :  high

7.    Does it easily fit into your workflow?  : yes
8.    Would you use the software on your photos?    : for now first i am testing

12.    Computer Specifications:
Windows 7 Home Premium 64bit
Core I7 / 8gb RAM

Die benutzte Hardware ist jetzt nicht gerade schwachbrüstig und das einige Nadelöhr bei mir, die langsame Festplatte, hatte keinen großen Impact. Da kenne ich Software, die stärker an den Ressourcen nagt.

Der erste Eindruck ist nicht schlecht, das Konvertieren ganzer Verzeichnisse, egal ob RAW oder JPG geht ziemlich flott. Dabei hat man natürlich den gleichen Effekt wie bei jeder Batch Bearbeitung, auf alle Bilder wird das gleiche Preset angewendet, was bei technisch ähnlichen Bildern, so man das richtige Preset erwischt hat, zu ganz guten Ergebnissen führen kann, bei gemischtem Bildbestand können die Ergebnisse qualitativ aber auch sehr gemischt sein. Aber dafür gibt es dann die Möglichkeit einzelne Bilder, vor Start des Batches, einzeln und separat zu behandeln, entweder mit einem anderen Preset oder über eine Batterie Schieberegler, die funktionell die Basisfunktionen eines beliebigen Rawkonverters anbieten

Wenn ich mich in das Programm eingearbeitet habe, werde ich natürlich noch einen ausführlicheren Erfahrungsbericht dazu schreiben, wobei für mich aber jetzt schon abzusehen ist, daß ich es nicht kaufen werde. Wenn die Desktop Version einen ähnlichen Preis wie die Android, Iphone/Ipad Ausführungen hätte, meinetwegen anstatt 2,99-€ halt 15-20 Euronen, kein Problem, das liegt voll in meiner Spontankaufdysfunktionalität, aber der Preis wird sich wohl eher an den Preisen der LR&PS Plugins orientieren und der ist für mich absolut inakzeptabel.