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MX-Linux mit Fluxbox

Disclaimer: Ein Betriebssystem darf für mich langweilig sein, ich habe andere Prioritäten.
Wie bunt es einem gefällt, wie viel Schnickschnack und "blingbling" die Oberfläche haben soll, ist immer eine persönliche Geschmacksfrage.

Ich will kein "Linux lernen" , ich habe auch kein Windows "gelernt", ich bin auch kein KFZ Mechaniker und fahre trotzdem Auto...
Ich bin ein Endbenutzer, die Programme, mit denen ich arbeite, sind wichtig für mich. Ein Betriebssystem ist nur die Basis.
Ein Betriebssystem verarbeitet für mich keine Bilder und Videos.
Ein Betriebssystem schreibt für mich keine (mehr oder weniger) unterhaltsamen Texte und Dokumentationen.
Ein Betriebssystem ist nichts ohne Anwendungen, und ein Betriebssystem muss so unauffällig wie möglich sein und dem Benutzer nicht im Weg stehen, um die Nutzung seiner Anwendungen zu gewährleisten.

Es war Ende 2018 und ich war schon 4 Jahre lang zufriedener OpenSuse Benutzer, bedauerlicherweise zickte aber Opensuse v15 bei der Installation auf meinem neuen Laptop, Mint wollte auch nicht so einfach, wahrscheinlich Grafik Karte, mir egal.
Nein, ich frickel da nicht lange rum, wenn schon bei der Installation was hakt. Es gibt genug Alternativen, also griff ich mal zu was neuem, zu MX Linux. MX Linux benutzt als Desktop XFCE (inzwischen auch KDE), was ja für mich dann passend war, ich bin nun mal XFCE Fan (gewesen).

XFCE auf MX sieht schon ziemlich frisch und modern aus und ist leicht an eigene Bedürfnisse anzupassen. Hier punktet MX mit der Tatsache, dass Whisker bereits integriert ist, bei allen anderen Distributionen muss man es selbst machen, was wahrscheinlich 95% der Benutzer, die bei xfce bleiben, tun!
Aber die absolute Perle sind die MX-Tools, allen voran MX-Snapshot und Live USB Maker, echte Alleinstellungsmerkmale!
Die Möglichkeit aus dem laufenden System einen Schnappschuss zu generieren, mit dem man dann ein neues, installierbares, Live System generiert, entweder anonymisiert oder mit der kompletten persönlichen Konfiguration, das eröffnet Möglichkeiten, die über ein Systembackup weit hinausgehen.

Ich habe mehrere Rechner und auch wenn die Grundinstallation eines (beliebigen) Linux ziemlich flott von­stat­ten­ge­ht, ich muß dann doch ziemlich viel nachinstallieren, z.B. Wine, Rawkonverter und andere bevorzugte Dienst und Arbeitsprogramme, die dann auch teilweise noch konfiguriert werden müssen.
Dann dauert eine Installation halt keine 15 Minuten (usb3 stick auf ssd), sondern immer noch reichliche 2 Stunden + Einspielen des Datenbackups.
Bei einem Snapshot hat man alles dabei, die Installation dauert dann 20 anstatt 15 Minuten, aber das System ist FERTIG und man muß nur noch die Daten restaurieren. Wobei sich das bei mir auf /Bilder, /Videos und /Musik beschränkt, alle anderen Verzeichnisse, auch nachträglich erstellte, sind im Snapshot enthalten. Das Image ist dann zwar mit 14GB ein bisschen größer, aber meine USB3 Sticks sind alle >16GB, da passt das schon.

Ich hatte bisher keine wirklichen Probleme mit MX, in ein paar Untiefen bin ich nur gesegelt, weil ich die (wirklich gute) Dokumentation und Hilfe nicht gelesen habe.

Aber es geht hier um Fluxbox, eine eigenständiges Desktop, das als Alternative für schwachbrüstige Rechner mitgeliefert wird und von vielen einfach übersehen wird. Fluxbox habe ich mir vor Jahren mal angesehen, war mir zu umständlich, zu wenig intuitiv, zuviel Textdateien zur Konfiguration. Durch Zufall stieß ich im MX Forum auf Postings eines Mitgliedes (Jerry3904), in dem Grundlegendes zu FluxBox und den neuen Tools zur Konfiguration anhand von youtube Videos erklärt wurden. Das sah nicht nur einfach aus, das war auch einfach. Hätte es das schon vor 5 Jahren gegeben ....

Mit Hilfe der Videos, des Forums und ein bisschen Querlesen im MX-Wiki und den mitgelieferten Help und Dokumentationsdateien übertrug ich, mehr oder weniger, die Funktionalität die ich in XFCE hatte auf Fluxbox (eher weniger).
Nebenbei gewöhnte ich mir auch wieder an, mehr in Textdateien rum zu basteln, es geht oft einfach schneller als mit Hilfe der GUI Tools. Das ich das mal als überzeugter Maus Schubser sage, hätte ich auch nie gedacht....

mein letzter XFCE Desktop, sieht schon ein bisschen unordentlich aus:

mein allererstes Fluxbox

Die ersten Tage wechselte ich noch zwischen XFCE und Fluxbox hin und her, aber dann fiel die Entscheidung zugunsten Fluxbox.

Hier ein Zwischenschritt, sozusagen mit allem drin, Icons, Dock, Toolbar, Conky

und so sieht es heute aus, vieles hat sich geändert

Der Weg dorthin dauerte ein bisschen, enthielt auch ein paar Fallstricke und wird von mir deswegen auch noch detailliert erklärt werden.


Einleitung : MX-Linux mit Fluxbox
Kapitel 1 : MX-Linux mit Fluxbox (I. erste Schritte)
Kapitel 2 : MX-Linux mit Fluxbox (Release: Fluxbox 2.2)
Kapitel 3 : Tint2 (MX-Linux/Fluxbox 2.2)
Kapitel 4 : MX-Linux/Fluxbox, pimp me up (einmal aufbretzeln bitte I)


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